Das Denkmal Hanauer Judengasse ist heute in der Nordstraße Hanau feierlich eingeweiht worden. Gegenüber der zerstörten Synagoge erinnert eine Edelstahlplastik im Maßstab 1:250 an das jüdische Leben in der Stadt, dient dem Gedenken, dem Mahnen und dem Erinnern und macht die einstige Struktur des jüdischen Viertels wieder sichtbar. Die 3D-Nachbildung wurde aus Bauplänen der Häuser der Judengasse (seit 1898 Nordstraße) und der Hanauer Synagoge erstellt; Philipp Lach digitalisierte die Pläne und Evonik fertigte das Modell. Realisiert wurde das Vorhaben von der Stadt Hanau, der Jüdischen Gemeinde Hanau, Evonik, der Stiftung der Sparkasse Hanau, der Baugesellschaft Hanau GmbH, der Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt (IGHA), der Brüder Grimm Berufsakademie Hanau (BGBA), der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hanau sowie dem Hanauer Geschichtsverein 1844. Kerstin Oberhaus von Evonik betonte die historische Verantwortung und die Verbindung von Innovation und Erinnerung; Daniel Neumann vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen sprach von der Rückgewinnung jüdischer Spuren. Oberbürgermeister Claus Kaminsky nannte das Denkmal einen Ort lebendiger Erinnerung und ein neues Kapitel des Erinnerns in Hanau – ein Zeichen für Verantwortung, Zusammenhalt und Hoffnung. Mehr als 240 jüdische Hanauerinnen und Hanauer wurden während der NS-Diktatur ermordet; an der Stelle stand bereits 1964 ein Gedenkstein mit Jeremia 31,15. Die Einweihung markiert damit laut Kaminsky den Beginn eines neuen Kapitels des Erinnerns. Pressekontakt: Florian Bauer, oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de
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