Ruth Wagner, ehemalige Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst sowie ehemalige Landesvorsitzende der FDP Hessen, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Sie prägte die Entwicklung Hessens und der hessischen FDP wie kaum eine andere; als Wissenschafts- und Kunstministerin setzte sie zentrale Impulse für Kultur, Forschung und Bildung und legte Grundlagen, die bis heute wirken. In Hanau bleibt ihr Engagement besonders durch den von ihr initiierten Sanierungsstart des historischen Kurhauses Wilhelmsbad in Erinnerung, der den kulturellen Wert des Ensembles langfristig sichert.
Henrik Statz, Vorsitzender der FDP Hanau, erklärt: „Mit Ruth Wagner verlieren wir eine politische Persönlichkeit, die Liberalismus nicht nur vertreten, sondern gelebt hat. Sie war geprägt von klaren Überzeugungen, großer Integrität und dem Mut, auch in schwierigen Situationen Haltung zu zeigen. Ihr Einsatz für Wissenschaft, Bildung und Kultur wirkt weit über ihre aktive Zeit hinaus – auch hier in Hanau, wo wir ihr besonders für ihr Engagement für Wilhelmsbad danken. Ruth Wagner bleibt ein Vorbild für gelebte Verantwortung.“ Thomas Morlock, ehemaliger hauptamtlicher Stadtrat in Hanau, würdigt sie mit dem Hinweis, dass sie Klarheit, Loyalität und unermüdliche Arbeit für liberale Werte vorlebte und als respektierte Persönlichkeit in Erinnerung bleibt.
Für ihre Verdienste erhielt Ruth Wagner unter anderem das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland sowie die Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen; seit 2009 war sie Ehrenvorsitzende der hessischen FDP. Die FDP Hanau verneigt sich vor ihrem Lebenswerk und ihrer tiefen Verbundenheit mit unserer Stadt.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://fdp-hanau.de/meldung/eine-frau-die-respekt-ausstrahle-und-einforderte/