Bei einem Polizeieinsatz im Maintaler Ortsteil Wachenbuchen kam es am Montagabend (12.01.) gegen 20.25 Uhr zu einem Schusswaffengebrauch durch eingesetzte Beamte; ein 38-jähriger Mann wurde schwer verletzt. Bereits am Nachmittag war der Mann in Hanau im Einsatz, um das Veterinäramt bei einer Kontrolle wegen Verdachts der Tierwohlgefährdung zu unterstützen; dort soll er mit einem stockähnlichen Gegenstand gegen Einsatzkräfte und Personen bedroht haben, weshalb der Einsatz abgebrochen wurde. Abends meldete eine Zeugin, der Mann würde Hundewelpen aus dem Fenster werfen; in der Wohnung brannte er Kunststoffmaterial in einem Ofen und verließ die Wohnung zu Fuß. Die Feuerwehr beseitigte die Gefahr. Später soll der Mann in Hanau-Mittelbuchen Passanten mit einem Messer bedroht und mehrmals mit dem Messer Schwing- und Stichbewegungen ausgeführt haben. Gegen ihn wurden Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Brandstiftung und des versuchten Totschlags eingeleitet. Die Fahndung führte die Einsatzkräfte schließlich zu Bachstraße/Alt Wachenbuchen, wo der Mann sich mutmaßlich in einem psychischen Ausnahmezustand zeigte und zunächst nicht reagierte; ein Diensthund wurde eingesetzt und biss ihn. Daraufhin stach der Mann auf den Hund ein. Um die Gefahr zu beenden, setzten die Einsatzkräfte ein Distanz-Elektroimpulsgerät (DEIG) und den Teleskopschlagstock sowie schließlich die Schusswaffe ein; der Mann wurde im Schulterbereich getroffen. Anschließend soll er sich selbst verletzt haben und befindet sich in einem Krankenhaus intensivmedizinisch; sein Zustand ist lebensbedrohlich. Weitere Personen blieben unverletzt. Die Hintergründe und der Ablauf des Einsatzes werden von der Staatsanwaltschaft Hanau und dem HLKA ermittelt; Beweismittel werden im kriminaltechnischen Institut des HLKA untersucht. Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich an HLKA zu wenden.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43563/6195751