Die Stadt Hanau plant am Schulzentrum Hessen-Homburg im Stadtteil Lamboy-Tümpelgarten den Neubau und die Weiterentwicklung zur neunzügigen Kooperativen Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Dadurch erhält der Standort eine neue inhaltliche und namentliche Perspektive. Der Neubau kostet rund 33 Millionen Euro; der Spatenstich steht kurz bevor und die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2028 vorgesehen. Auf dem rund 15.900 Quadratmeter großen Grundstück zwischen den bestehenden Gebäuden entsteht ein viergeschossiges Gebäude mit einer Nettogrundfläche von rund 8.170 Quadratmetern, 45 Klassen- und Fachräumen sowie einer neuen Mensa, die gleichzeitig als Aula genutzt werden kann; Lerncluster, barrierefreie Erschließungen und großzügige Aufenthaltsbereiche sind vorgesehen. Parallel dazu wird die Schule umbenannt, um das pädagogische Profil widerzuspiegeln und Identifikation zu schaffen. Das Namensgebungsverfahren sieht vor, dass Vorschläge aus der Schulgemeinde in einem Gremium aus Schulleitung, Schülervertretung, dem Amt für Bildung und dem Schuldezernenten geprüft werden; der Ortsbeirat Lamboy/Tümpelgarten wählt einen Namen, und die endgültige Entscheidung trifft die Stadtverordnetenversammlung. Die Namensänderung ist auch eine Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit der bisherigen Bezeichnung Hessen-Homburg, die auf eine ehemalige Kaserne verweist; so soll ein Name gefunden werden, der das Profil der Schule besser widerspiegelt. Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri betont, dass die Investition ein starkes Bekenntnis zur Bildungsstadt Hanau sei und eine zukunftsfähige Schule schaffe.
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