Hanau präsentiert neuen Kita-Entwicklungsplan 2025–2030 🏫🌆👶

Die Stadt Hanau hat den Entwicklungsplan Kindertagesbetreuung 2025–2030 vorgestellt, der die Grundlage für eine bedarfsgerechte, qualitativ hochwertige und langfristig tragfähige Kindertagesbetreuung bis 2030 legt. Er reagiert auf veränderte Rahmenbedingungen, neue Bedarfe in den Stadtteilen und Entwicklungen in der frühkindlichen Bildung. Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri betont, dass die Ausbauplanung trotz Pandemie, weltpolitischer Umbrüche und Fachkräftemangel nahezu punktgenau umgesetzt worden sei – Ausdruck einer verlässlichen Hanauer Planungspolitik. Die vergangenen Jahre brachten durch neue Wohnbaugebiete und Umnutzungen einen deutlich gestiegenen Bedarf an frühkindlicher Bildung und Betreuung; der Entwicklungsplan 2020/21–2025 habe den quantitativen Ausbau stark geprägt.

Der neue Plan vollzieht nun einen grundlegenden Wandel in der Kita-Planung: Nach einer stabileren Kinderzahlenentwicklung soll flexibler und bedarfsgerechter auf unterschiedliche Bedarfe reagiert werden. Ab dem Schuljahr 2026/27 greift der bundesweite Rechtsanspruch auf ganztägige Schulkindbetreuung, was Hortplätze freisetzen und neue Anforderungen an Raum-, Personal- und Pädagogikkonzepte mit sich bringen wird. Der „Hanauer Weg“ bleibt zentrale Orientierung: Bürgernähe, Einzelfallbetrachtung und enge Vernetzung der Kitas in den Stadtteilen. Ziele sind ein Platzangebot für jedes Kind von drei bis sechs Jahren sowie eine Versorgungsquote von bis zu 37 Prozent für Ein- bis Dreijährige bis 2030. Geplant sind eine stärkere altersgemischte Nutzung, eine stadtteilübergreifende Platzvergabe, Erhalt und Modernisierung vorhandener Kitas sowie Vorhalteflächen in Lamboy/Tümpelgarten und Großauheim als Reserve. Zudem stehen Gewinnung qualifizierter Fachkräfte und Sicherung hoher pädagogischer Standards im Fokus. Durch längere Öffnungszeiten in städtischen Kitas bis 16 Uhr entstanden rund 200 zusätzliche Plätze; Lernspielgruppen, Sprachförderung und das Grimmchen-Projekt ergänzen das Angebot. Der Plan wurde im Jugendhilfeausschuss beraten; der Magistrat hat zugestimmt, die Entscheidung zur Umsetzung trifft die Stadtverordnetenversammlung am 9. Februar ab 17 Uhr.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/meldung.aspx?ID=1208314