Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung am Montagabend in Hanau wurde ein 25-jähriger Mann nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft lebensgefährlich verletzt. Gegen 18:20 Uhr soll es zunächst zu Streitigkeiten in einem Bus gekommen sein, daraufhin entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung, in der ein 17-jähriger Tatverdächtiger dem Opfer schwere Verletzungen mit einem Messer zufügte. Der Verletzte kam in ein Krankenhaus, der mutmaßliche Täter wurde kurz darauf festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Hanau und die Kriminalpolizei ermitteln wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Die Stadt Hanau betont, Gewalt und bewaffnete Auseinandersetzungen auf den Straßen seien nicht akzeptabel und Sicherheit im öffentlichen Raum habe höchste Priorität. In den vergangenen Jahren habe man die Sicherheitsarchitektur gestärkt, unter anderem durch gemeinsame Fußstreifen von Stadt- und Landespolizei, rund um die Uhr verfügbare Funkstreifenwagen, die Innenstadtoffensive, Bodycams für die Stadtpolizei sowie Videoschutzanlagen an zentralen Plätzen; weitere Kameras seien geplant, auch eine Waffenverbotszone in der Innenstadt sei Teil der Strategie. Die bestehenden Videoschutzanlagen hätten sich nach Einschätzung der Stadt bewährt; technische Lösungen ersetzten keine Polizistin oder keinen Polizisten, helfen aber bei der Täteridentifikation, der Nachverfolgung von Fluchtwegen und der Aufklärung von Straftaten. Sicherheit entstehe durch Prävention, eine schnelle und enge Zusammenarbeit der Einsatzkräfte und eine konsequente Strafverfolgung – daran arbeite man gemeinsam weiter.
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