Die Stadt Hanau investiert bis zu 556.000 Euro aus der Fehlbelegungsabgabe in die Modernisierung des öffentlich geförderten Gebäudes Karlsbader Straße 4 in Kesselstadt der BauGe und schafft zugleich 48 neue öffentlich geförderte Wohnungen. Die Stadtverordnetenversammlung hat dem Einsatz der Mittel am 10. Februar 2026 zugestimmt. Grundlage ist das Hessische Wohnraumförderungsgesetz, das Kommunen erlaubt, Fehlbelegungsabgaben zweckgebunden in den sozialen Wohnungsbau zu investieren. Die Modernisierung soll Wohnqualität, Energieeffizienz und Betriebskosten stabilisieren; die Gesamtinvestition wird mit über 4 Millionen Euro beziffert. Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri betont, dass der Einsatz der Mittel soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und dauerhaft bezahlbares Wohnen stärkt, BauGe-Geschäftsführerin Mirja Dorny ergänzt, dass die Maßnahme den Bestand zukunftsfähig mache. Zusätzlich wandern 48 frei finanzierte Wohnungen in die öffentliche Förderung und damit in Mietpreisbindung; rund 27 Prozent der BauGe-Wohnungen sind bereits öffentlich gefördert, die Durchschnittsmiete liegt bei 5,32 Euro pro Quadratmeter. Bis Ende 2024 waren 316.052,33 Euro aus der Fehlbelegungsabgabe eingegangen; zusammen mit künftigen Erträgen erhöht sich der Betrag auf bis zu 556.000 Euro. Jeder Euro fließt direkt in bezahlbaren Wohnraum.
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