Das Land Hessen und die Stadt Hanau sichern gemeinsam die Sanierung des Comoedienhauses, das 1781 im Staatspark Wilhelmsbad erbaut wurde. In dem Letter of Intent legen Land und Stadt die konkreten Baumaßnahmen fest und regeln die Finanzierung von rund 13,7 Millionen Euro; der Bund beteiligt sich mit 3,75 Millionen Euro. Den verbleibenden Betrag von rund 10 Millionen Euro zahlen Land und Stadt je zur Hälfte, wobei das Land maximal 5 Millionen Euro gewähren darf. Die Bauarbeiten übernimmt der städtische Eigenbetrieb Hanau Immobilien- und Baumanagement. Geplant ist die Sanierung des historischen Scheunentheaters mit Garderobenbau, die Instandsetzung von Haus- und Brandschutz sowie eine energetische Aufrüstung, soweit der Denkmalschutz es zulässt; Fassaden- und Dachsanierung sind vorgesehen. Im Erweiterungsbau wird das Glasfoyer saniert; ein barrierefreier Neubau mit Platz für Bewirtung, Garderoben und Sanitäranlagen entsteht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sanierung des Kavaliersbaus mit Keller, Fassade und Teilen des Dachs. Die Sanierung soll das Comoedienhaus dauerhaft als kulturhistorisches Kleinod sichern, technisch modernisieren und seinen besonderen Charakter bewahren, damit das Barocktheater auch künftig ein lebendiger Ort für Kultur, Begegnung und besondere Veranstaltungen bleibt. „Das Comoedienhaus bietet eine stilvolle Kulisse für verschiedenste Veranstaltungen und ist zugleich ein romantisches Kleinod – dieses Erbe wollen wir erhalten“, sagte Kulturstaatssekretär Christoph Degen. „Die vereinbarte gemeinsame Finanzierung ist ein starkes Signal dafür, dass Land und Stadt Verantwortung übernehmen“, ergänzte Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky.
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