Die Stadt Hanau testet im Klein-Auheimer Teil von Mainzer Straße und Obergasse zwei Verkehrsversuche, um Durchgangsverkehr zu reduzieren und die Sicherheit der Fußgängerinnen und Fußgänger zu erhöhen. Ab dem 3. Dezember startet der erste Versuch „Engstellensignalisierung“: Zwischen den Hausnummern 17 und 20 der Obergasse reguliert eine mobile Ampelanlage den Durchfluss, künftig nur noch in eine Richtung. Durch entstehende Wartezeiten soll die Abkürzung über Mainzer Straße und Obergasse weniger attraktiv gemacht werden. Der Dreimonatsversuch wird vom Planungsbüro von Mörner begleitet. Im Anschluss folgt der zweite dreimonatige Versuch „Netzunterbrechung“: Eine mobile Schrankenanlage nordwärts der Einmündung Dieselstraße/Siemensstraße unterbindet den Kfz-Durchgang nahezu vollständig; Ausnahmen gelten für Linienbusse, Rettungsdienste, Fußgänger und Radfahrende. Beide Maßnahmen werden von Expertinnen und Experten analysiert, um belastbare Aussagen zur Verbesserung der Verkehrssituation zu erhalten. Eine erneute Bürgerinformation ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant.
Stadträtin Isabelle Hemsley betont, dass insbesondere Fußgängerinnen und Fußgänger unter der aktuellen Verkehrslast leiden und der Durchgangsverkehrsanteil bei rund 60 Prozent liege. Mit den beiden Versuchen solle die Grundlage geschaffen werden, die Sicherheit in der Mainzer Straße und Obergasse nachhaltig zu stärken. Die Bürgerschaft sei bisher umfangreich beteiligt worden; Hinweise aus Formaten seit 2024 fließen direkt in die nächsten Schritte ein. Sollte der Durchgangsverkehr spürbar reduziert werden, könnten bauliche Optionen wie ein niveaugleicher Ausbau oder ein verkehrsberuhigter Bereich den öffentlichen Raum deutlich aufwerten.
Pressekontakt: Julia Oppenländer, oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de
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