In Hanau hat am Mittwochabend der Stadtteil Lamboy von einer fremdenfeindlichen Schmieraktion getroffen, bei der rund um die Plantagenstraße, die Karl-Marx-Straße, die Friedrich-Engels-Straße, die Dartforder Straße und die Breslauer Straße Fahrzeuge, Hauswände und Briefkästen mit einer blutähnlichen Substanz beschmiert wurden; teils waren auch Hakenkreuze zu sehen. Nach Polizeiangaben sind bislang etwa 50 Fahrzeuge betroffen; erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Substanz menschliches Blut sein könnte. Oberbürgermeister Claus Kaminsky verurteilte die Tat scharf: Hakenkreuze haben in Hanau keinen Platz, solche Zeichen dürften Angst und Spaltung nicht säen; er kündigte Strafanzeige an und dankte den Einsatzkräften der Polizei. Stadträtin Isabelle Hemsley betonte, dass solche Taten einen Angriff auf die Grundwerte des Gemeinwesens darstellen und das friedliche Miteinander bedrohen. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und bittet Zeuginnen und Zeugen um Hinweise. Bürgermeister Maximilian Bieri erinnerte daran, dass Hanau eine tolerante und weltoffene Stadt bleibe, die Zusammenhalt, Respekt und Demokratie vertrete. Am heutigen Donnerstag wird in der Judengasse ein neues Denkmal eingeweiht, das an die jüdische Geschichte Hanaus erinnert und zugleich Mahnung zu Toleranz und Verantwortung sein soll.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/meldung.aspx?ID=1201864