Die Main-Kinzig-Kreis-Verwaltung widerspricht der Darstellung, dass bei der Auskreisung von Hanau rund 5000 unbearbeitete Vorgänge übergeben worden seien, und betont stattdessen die konstruktive Zusammenarbeit sowie die umfangreichen Vorbereitungen des Übergangs in die gemeinsame Einrichtung (gE) mit der Stadt Hanau und der Bundesagentur für Arbeit. Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann verweist darauf, dass der Übergang ab dem 8. Dezember in eine Übergangsphase gestartet wurde und bis Jahresende rund 5000 Poststücke entstanden seien, überwiegend zu bereits erfassten Vorgängen. Die Zahl unbearbeiteter Fälle liege insgesamt bei etwa 340 im Sozialhilfe- und Existenzsicherungsbereich und rund 160 im Kommunalen Center für Arbeit (KCA), was vor dem Hintergrund des Übergangs als weitgehend normal gelte. Zu Sonderfällen zähle Hofmann 25 Hanauer Fälle mit besonderen Eingliederungszuschüssen sowie rund 40 weitere KCA-Vorgänge, die zusätzlichen Aufwand erfordern; der enge fachliche Austausch mit dem Hanauer Fachbereich bleibe bestehen. Das KCA habe Hanau über den Trägerwechsel informiert, 650 eigens erstellte Formulare bereitgestellt und Mitarbeitende eingearbeitet; zudem habe es zahlreiche Führungsebene-Treffen gegeben. Bereits im Juni 2025 hatten Bausteine der Datenübermittlung an die BA gezeigt, dass die Informationen nicht unkompliziert in das neue System überführt werden konnten; die BA-Infrastruktur habe sich als unzureichend erwiesen, weshalb man eine Alternativlösung suchte und umsetzte. Um Mittellosigkeit zu verhindern, wurden Gewährungszeiträume bei mehr als 800 Fällen vorübergehend verlängert. Hofmann fasst zusammen, dass der Übergang eine große Herausforderung und ein Lernprozess bleibe, der nur mit fachlicher Zusammenarbeit gelingen könne, und bittet darum, diese Fakten künftig stärker zu berücksichtigen und den Fokus wieder stärker auf die fachliche Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger zu legen.
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