Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein gesetzlich verankerter Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus; die Vereinten Nationen erklärten ihn 2005 zum Internationalen Holocaust-Gedenktag. Die Stadt Hanau erinnert an diesem Datum mit Flaggen vor dem Rathaus und lässt Blumen an zwei Gedenkstätten niederlegen: Die Gedenkstätte Ehemalige Ghettomauer an der Nordstraße erinnert an jüdische Männer, Frauen und Kinder, die im NS-Regime verfolgt, entrechtet und ermordet wurden; 235 individuelle Gedenktäfelchen würdigen die Opfer. Die Gedenktafel am Hanauer Hauptbahnhof erinnert an die Deportationen im Jahr 1942 von Gleis 9, bei denen über 164 jüdische Menschen in Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt und ermordet wurden. In Steinheim wird um 17 Uhr eine Kranzniederlegung der Initiative Erinnern und Gedenken am Friedensdenkmal stattfinden; um 19.30 Uhr wird im Steinheimer Familien- und Generationenzentrum die Erzählung „Bei uns in Auschwitz“ von Tadeusz Borowski gelesen und musikalisch begleitet. Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck betonen: Nie wieder dürfen wir zulassen, dass Menschen diskriminiert, ausgegrenzt und misshandelt werden; wir müssen die Menschlichkeit bewahren und schützen. Pressekontakt: Ute Wolf, oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de
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