Hessen-Razzia: 68 Wohnungen durchsucht, 405 Speichermedien sichergestellt 🕵️‍♀️💾

Im Rahmen der ersten Schwerpunktmaßnahme 2026 zur Bekämpfung von Kindesmissbrauch und kinder- bzw. jugendpornografischen Inhalten haben Polizeibehörden in Hessen 68 Wohnungen durchsucht und dabei 405 Speichermedien sichergestellt. Die Beschuldigten – allesamt Männer im Alter von 14 bis 72 Jahren – stehen überwiegend wegen Herstellung, Besitz und Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie im Verdacht; in 15 Fällen geht es zudem um sexuellen Missbrauch von Minderjährigen. Nach dem aktuellen Stand stehen die Tatverdächtigen untereinander nicht im Austausch; zehn wurden zur Vernehmung mitgenommen, ein Haftbefehl wurde vollstreckt. Die Durchsuchungen erstreckten sich auf mehrere Städte und Landkreise in Hessen (u. a. Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Hanau, Kassel, Wiesbaden) sowie weitere Maßnahmen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Die Aktion wird von der zentralen Einheit FOKUS koordiniert, die mehr als 300 Mitarbeitende umfasst, darunter rund 170 Ermittlerinnen und Ermittler. Hinweise zu Straftaten gegen Minderjährige gelangen unter anderem über das US-Meldeportal NCMEC zum Bundeskriminalamt und weiter zu den Landespolizeien; Hessen bearbeitet NCMEC-Meldungen seit 2022 an einer eigenen Stelle. FOKUS besteht seit 2020, ist seit 2024 fester Bestandteil der Hessischen Polizei und zielt darauf ab, Verfolgung von Sexualstraftaten gegen Kinder zu bündeln und zu intensivieren. Die bisherigen Zahlen der Polizei zeigen eine intensive Arbeit: über 1.600 Durchsuchungsbeschlüsse, 48 Haftbefehle gegen rund 1.620 Beschuldigte und mehr als 15.400 sichergestellte Datenträger im vergangenen Jahr.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43563/6200564