Hashemi: Hanau-Ermittlungen von Fehlern geprägt; Betroffene hören 🗣️🤝

Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet. Said Etris Hashemi, der den Angriff schwer verletzt überlebte, ist sechs Jahre später – und wenige Wochen nachdem ein weiterer Überlebender an Spätfolgen starb – Gast im N-JOY Podcast Deutschland3000 mit Eva Schulz. Er schildert aus seiner Sicht die Fehler und Versäumnisse in der Tatnacht sowie im weiteren Verlauf der Ermittlungen: Die erste Polizeistreife vor Ort war sichtlich belastet, Hashemi musste den Beamten beruhigen und die Situation erklären. Offen bleiben Fragen wie warum der einzige Fluchtweg der Opfer versperrt war oder weshalb seine Aussage über eine verschlossene Notausgangstür bei der späteren Akteneinsicht fehlte, obwohl er sie dem BKA mitgeteilt hatte. Hashemi ist Mitbegründer der Initiative 19. Februar Hanau und engagiert sich im Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Im Gespräch kritisiert er Debatten, die emotional geführt würden, und fordert, wirklich mit Betroffenen zu sprechen statt ständig über Migranten zu diskutieren. Die Folge ist ab sofort in der ARD Audiothek und auf allen Podcast-Plattformen verfügbar; Link zum Podcast: https://1.ard.de/D3000_Etris_Hashemi?pm

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presseportal.de/pm/6561/6219173