In Hessen blieb das Staugeschehen 2025 gegenüber 2024 weitgehend unverändert. Autofahrerinnen und Autofahrer standen insgesamt 33.592 Staustunden im Stau – 2024 waren es 33.137 Staustunden. Die Gesamtlänge der Staus wuchs auf 78.186 Kilometer (2024: 77.130 km). Die A3, A5 und A66 bleiben die am stärksten belasteten Autobahnen in Hessen. Stauspitzen treten vor allem im morgendlichen Pendelverkehr (6 bis 9 Uhr) sowie am Nachmittag (14 bis 18 Uhr) auf; mittwochs und donnerstags waren die Belastungen am höchsten, montags und am Wochenende dagegen geringer.
Durch die Freigabe der A49 am Ohmtal-Dreieck verschiebt sich das Verkehrsaufkommen: Die A7 wurde entlastet – in Richtung Norden um 83 Prozent weniger Staustunden, in Richtung Süden um 59 Prozent. Auf der A5 zwischen Grünberg und Hattenbacher Dreieck sank das Stauniveau um 28 Prozent. Der Ohmtal-Dreiecks-Lückenschluss wird als deutliche Entlastung wahrgenommen, während sich dort neue Engpässe ergeben: Insbesondere auf der A5 in Fahrtrichtung Frankfurt verdoppelten sich die Staustunden zwischen Alsfeld-West und Grünberg.
Der staureichste Tag in Hessen war der Mittwoch, 28. Mai 2025 vor Christi Himmelfahrt (251 Staustunden). Der längste Einzelstau entstand am Ostermontag auf der A5 mit bis zu 40 Kilometern Länge. Im bundesweiten Vergleich liegt Hessen mit rund neun Prozent der Staustunden im Mittelfeld; 33 Staustunden je Autobahnkilometer, leicht unter dem bundesweiten Wert von 36. Spitzenreiter sind Hamburg (236) und Berlin (212) Staustunden pro Kilometer.
Für 2026 rechnet der ADAC mit leicht zunehmendem Verkehrsaufkommen auf Hessens Autobahnen; entscheidend seien größere Bauprojekte, um Brückensperrungen zu vermeiden. Notwendig bleiben dafür zielgerichtete Mittel für Modernisierung und Ausbau der Infrastruktur, besonders bei maroden Autobahnbrücken.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presseportal.de/pm/65936/6210711