Die Stadt Hanau beteiligt sich am 18. März am bundesweiten Tag der Demokratiegeschichte mit Ausstellungen und Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet. Die Initiative der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratiegeschichte wird vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier schirmherrschaftlich getragen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky betont, dass Hanau gemeinsam mit vielen Städten und Kulturschaffenden ein deutliches Zeichen für Demokratie und für die Freiheits-, Verfassungs- und Parlamentsgeschichte setzt.
Im Zentrum steht die Ausstellung “Deine Orte der Demokratiegeschichte”, die bis zum 17. April an fünf zentralen Plätzen der Innenstadt (Schlossplatz, Altstädter Markt, Freiheitsplatz, Neustädter Marktplatz, Französische Allee) auf 15 großformatigen Tafeln die Themenfelder Wahlen und Abstimmungen, Verfassungen, Gleichberechtigung, Marktplatz und Politische Zivilgesellschaft behandelt. Unter anderem wird auf der Tafel Marktplatz die Wechselwirkung zwischen Meinungs- und Versammlungsfreiheit, öffentlichem Raum und Demokratie; beim Verfassungsthema der demokratische Verfassungsgedanke, seine Entstehung und Grenzen thematisiert; bei Gleichberechtigung der Weg zu Gleichstellung in Bildung, Familie, Beruf und Politik beleuchtet; Wahlen und Abstimmungen führen den langen Weg zum inklusiven Wahlrecht vor Augen; bei Politischer Zivilgesellschaft gehen Orte politischer Bewegungen und die Rolle von Zivilgesellschaft und Staat der Frage nach, wie Zivilgesellschaft den Staat demokratisch macht.
Hinzu kommen mehrere Programmpunkte: Am 4. März zeigt Katja Straub im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe “Wir das Grundgesetz!”. Am 17. März folgt im Arkadenbau Wilhelmsbad das Ein-Personen-Stück “Einigkeit und Recht und Freiheit – Die Revolution von 1848/49” von Tino Leo (Eintritt 19/12 Euro). Am 18. März stehen mehrere Termine an: Um 16 Uhr führt Jan Jonas Kunz unter dem Titel “Hanau – Stadt der Freiheit” durch die Stadt; um 18:30 Uhr bietet Martin Hoppe eine Führung zum Neustädter Rathaus mit anschließender Filmvorführung “Hanau in Farbe 1948” an. Vom 18. bis 20. März läuft im Historischen Museum das Simulationsspiel “(Gleich-)Berechtigt?!” zur Revolution 1848 für Schülerinnen und Schüler. Am 21. März um 15 Uhr zeigt Ulrich Lüer “Philipp Ludwig II. – Gründer der Hanauer Neustadt”; um 17 Uhr stellt Erhard Bus im Schloss Philippsruhe sein neues Buch “Von der Revolution zur Annexion, Hanau 1849–1866” vor. Weitere Vorträge runden das Programm ab (20. April, 80 Jahre Demokratie; 21. April, 80 Jahre Demokratie – Vortrag). Die Angebote werden von der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte gefördert; der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, ausgenommen die Aufführung am 17. März.
Darüber hinaus beteiligt sich Hanau an der Veranstaltungsreihe “Demokratie bauen” der KulturRegion FrankfurtRheinMain von April bis November. Details zu den einzelnen Veranstaltungen sowie weitere Informationen finden sich unter tag-der-demokratie-geschichte.de, wgr-hanau.de, hanau.de und museen-hanau.de. Die Stadt lädt Bürgerinnen und Bürger ein, die Demokratiegeschichte als lebendigen Teil der Gegenwart zu entdecken und mitzugestalten.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/meldung.aspx?ID=1210417