Im Neustädter Rathaus in Hanau hat Goldschmiedemeisterin Elisabeth Müller-Quade aus Karlsruhe den 13. Hanauer Schmuckpreis erhalten. Die Laudatio hob ihre Präsentation dreier Werkgruppen mit unterschiedlichen Techniken hervor, inspiriert von Natur und Gewalten sowie vom Eingriff des Menschen in die Umwelt; besonders beeindruckt war die Jury von einer Gruppe Broschen und Anhänger, die sich künstlerisch mit der Vajont-Katastrophe von 1963 auseinandersetzt, und von silbernen Miniaturhochsitzen, die als Broschen oder Ringe getragen werden können. Die Verleihung geht mit der Gelegenheit einher, ihre Arbeiten im kommenden Jahr in der Vitrine des Deutschen Goldschmiedehauses im Foyer zu zeigen. Begleitet wurde die Preisvergabe von der Ausstellung des Schmuckmarktes „Glanzstücke“ im Neustädter Rathaus, an dem 17 Designerinnen und Designer ihre Unikate präsentierten.
Die Jury setzte sich aus Dr. Christianne Weber-Stöber, Malte Guttek und Benjamin Pfister zusammen. Müller-Quade stammt aus Stuttgart, absolvierte dort ihre duale Ausbildung zur Goldschmiedin und legte die Meisterprüfung in Pforzheim ab. Nach Stationen in Karlsruhe und zwei Jahren in Japan ist sie heute selbstständig in Karlsruhe tätig und gehört der Gruppe „Mokume Gane Artisten“ an, die bereits im Deutschen Goldschmiedehaus ausstellte. Die Verleihung unterstreicht die hohe Qualität und kreative Vielfalt der Schmuckkunst in Hanau, die seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle hat.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/meldung.aspx?ID=1213465