Hanau erinnert am 19. März 2026 an den Luftangriff der britischen Royal Air Force vom 19. März 1945, der die Innenstadt nahezu vollständig zerstörte und mehr als 2.000 Menschen tötete.
Der Gedenktag beginnt um 4.20 Uhr mit dem gemeinsamen Glockenläuten der Marienkirche, der Stadtpfarrkirche Mariae Namen und der Wallonisch-Niederländischen Kirche. Um 9 Uhr folgt eine Heilige Messe in der Stadtpfarrkirche Mariae Namen im Bangert. Die zentrale Gedenkveranstaltung beginnt um 16.30 Uhr auf dem Gedenkfeld des Hauptfriedhofs Hanau, musikalisch begleitet von der Hanauer Stadtkapelle; eine Kranzniederlegung schließt die Zeremonie ab. Um 19 Uhr lädt die Wallonisch-Niederländische Kirche zum Evensong „Remembrance“, danach folgen eine Kranzniederlegung und das Versöhnungsgebet am Mahnmal im Innenhof der Familienakademie der Kathinka-Platzhoff-Stiftung / Wallonische Ruine an der Französischen Allee.
Über die zentralen Feiern hinaus begleitet ein umfangreiches Rahmenprogramm das Erinnern. Vom 16. bis 21. März ist die Bildschirmpräsentation „Hanau 19. März 1945“ im Kulturforum zu sehen (Montag bis Freitag 10 bis 20 Uhr, Samstag 11 bis 18 Uhr). Am 18. März führt Martin Hoppe um 18:30 Uhr durch das Neustädter Rathaus zum Tag der Demokratiegeschichte; dabei wird auch der Film „Hanau 1948“ gezeigt, Treffpunkt ist das Nationaldenkmal der Brüder-Grimm. Im Elisabeth-Selbert-Saal ist anschließend der Farbfilm „Hanau in Trümmern“ zu sehen. Am selben Tag arbeitet der Leiter der Städtischen Museen, Dr. Markus Häfner, mit Schülerinnen und Schülern der Otto-Hahn-Schule an einem Zeitzeugprojekt über den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit. Am 19. März hält Prof. Dr. Lukas Ohly in der Marienkirche einen Vortrag zum Friedensgebot der Evangelischen Kirche Deutschlands mit dem Titel „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick“. Am 22. März folgt um 10.30 Uhr ein Festgottesdienst zur Aufnahme der evangelischen Stadtkirchengemeinde in die internationale Nagelkreuzgemeinschaft.
Mit dem Gedenken bekräftigt die Stadt Hanau ihren Anspruch, Erinnerung lebendig zu halten. Das gemeinsame Erinnern an die Opfer soll Respekt und Mitgefühl ausdrücken – und zugleich Auftrag für Gegenwart und Zukunft sein. Informationen zum Programm finden sich auf hanau.de und der speziellen Seite 20min-hanau.de. Pressekontakt: Florian Bauer, oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/meldung.aspx?ID=1211984