Mit einem symbolischen Spatenstich hat die Stadt Hanau den offiziellen Baubeginn für die Dependance II der Karl-Rehbein-Schule am Schlossplatz eingeläutet. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Schule begleiteten den feierlichen Akt, und bis zum Sommer 2028 entsteht hier ein moderner Erweiterungsbau für die Oberstufe mit einem Investitionsvolumen von rund 15,5 Millionen Euro. Der Neubau misst rund 2.600 Quadratmeter Nutzfläche, drei Vollgeschosse und eine teilunterkellerte Bauweise; 17 Klassenräume für die Oberstufe sowie Verwaltungs-, Aufenthalts- und Nebenräume sollen Platz bieten. Architektonisch gliedern sich zwei Baukörper: ein Satteldachbau mit Sandsteinfassade zum Schlossplatz hin und ein moderner Flachdachbau zum Fronhof, verbunden durch eine zentrale, lichtdurchflutete Halle. Nachhaltigkeit steht im Vordergrund: Wärme erzeugt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, ergänzt durch eine Photovoltaikanlage; Dach- und Fassadenbegrünungen sowie eine Lüftungsanlage mit Nachtauskühlung sorgen für klimafreundlichen Betrieb. Im Erdgeschoss entstehen sieben Klassenräume, ein Lehrerstützpunkt, barrierefreie Toiletten und ein Aufzug; im ersten Obergeschoss befinden sich Verwaltung und sechs Klassenräume, im Dachgeschoss weitere Räume und eine Dachterrasse. Eine symbolische Zeitkapsel wurde vorbereitet, die später eingelassen werden soll. Die Fertigstellung ist für Sommer 2028 vorgesehen; mit Inbetriebnahme kann die Oberstufe, bislang teilweise in der Pestalozzischule untergebracht, an den neuen Standort umziehen. Die Karl-Rehbein-Schule wird derzeit von rund 1.900 Schülerinnen und Schülern besucht, die Oberstufe von etwa 350 Schülerinnen und Schülern. Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri betonte, dass der Neubau die Lernbedingungen verbessere und die Zukunftsfähigkeit des Schulstandorts stärke, Schulleiter Stephan Rollmann hob hervor, dass der Neubau Unterricht räumlich bündele und pädagogisch wie architektonisch überzeugt. Hintergrund ist eine langfristige Schulentwicklung: Hanau betreut 27 Schulen an 35 Standorten, und der Schulentwicklungsplan 2025 bis 2029 sieht bauliche Weiterentwicklungen der städtischen Schulen vor; das IBM-Gesamtvolumen für Neubauten und Erweiterungen beläuft sich bis 2029 auf mehr als 150 Millionen Euro, dazu kommen jährlich Sanierungen von mehreren Millionen.
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