Steinbachs Weg: Krieg, Kunst und lyrische Abstraktion 🎨🕊️🏞️

Der Hanauer Hans Erwin Steinbach, 1896 in Kesselstadt geboren, rückt nach Jahren kunsthistorischer Forschung ins Blickfeld. Er kam als Soldat im Ersten Weltkrieg, studierte danach Kunstgewerbe in Dresden, die Städelschule in Frankfurt und die Kunstakademie München, ließ sich 1923 in Gießen als freischaffender Landschafts- und Porträtmaler nieder und erlebte Krieg und Gefangenschaft als prägenden Wendepunkt. Gemeinsam mit seiner Frau Maria Kübel entwarf er Tanzaufführungen; 1933 zogen sie ins Allgäu, führten dort eine Gästepension und gründeten eine Familie. Nach 1945 wandte sich Steinbach der lyrischen Abstraktion und Grafik zu; seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und finden sich in öffentlichen Sammlungen – auch in Hanau. Er erhielt Kunstpreise der Stadt Kempten und die Ehrenmitgliedschaft der Hans‑Thoma‑Gesellschaft Reutlingen. Steinbach starb am 13. November 1971 in Seeg im Allgäu. Seine Witwe ordnete Briefe und Tagebuchaufzeichnungen, aus denen Tochter Hinrika und Schwiegersohn Horst Lex ein 92-seitiges Buch mit dem Titel „Überleben mit Kunst“ zusammenstellten (ISBN 978-3-00-084083-8, 17,50 Euro); darin wird deutlich, wie er trotz Krieg und Gefangenschaft Kunstmaler wurde und die Natur ihn wieder zu einem fühlenden Menschen werden ließ. Jeden Montag erscheint auf museen-hanau.de ein neues Objekt der Woche, das Hanauer Besonderheiten in Text und Bild vorstellt. Pressekontakt: Ute Wolf, oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de. Sämtliche Texte können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden; Belegexemplare sind willkommen.

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