Hanau treibt Arbeitsmarktstrategie voran: Grundsicherung, Bildung, Integration 💼🤝🌍

Hanau treibt die Umsetzung seiner arbeitsmarktpolitischen Strategie weiter voran: Seit dem 1. Januar 2026 übernimmt die Stadt die Verantwortung für die Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem Sozialgesetzbuch II und will Arbeitsmarktmaßnahmen künftig aus einer Hand gestalten, enger verzahnt mit der Agentur für Arbeit Hanau sowie kommunalen Angeboten wie Volkshochschule, Wohngeldstelle und sozialen Einrichtungen. Ziel ist eine passgenaue Arbeitsmarktstrategie für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen in Hanau. Die drei Schwerpunkte der Strategie sind eine stärkere Vernetzung der Akteure, die Sicherung von Fachkräften durch Bildung und Qualifizierung sowie eine bessere Teilhabe am Arbeitsmarkt für alle.

Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri betont, man wolle Chancen eröffnen, Potenziale fördern und zugleich die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt stärken, um möglichst vielen Menschen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu bieten und die Fachkräftebasis der regionalen Unternehmen zu sichern. Kooperieren tun unter anderem das Jobcenter Hanau, das Sozialamt, die BAUprojekt Hanau GmbH, der Hanau Infrastruktur Service und die Martin-Luther-Stiftung Hanau, um Langzeitarbeitslose, Jugendliche ohne Abschluss und Geflüchtete gezielt zu unterstützen. Zentral sind Arbeitsgelegenheiten, bekannt als AGH oder Ein-Euro-Jobs, die Beschäftigungsfähigkeit und soziale Teilhabe stärken und schrittweise in den ersten Arbeitsmarkt führen.

Ein Beispiel ist das Projekt „Gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten“ auf dem Gelände der Gemeinschaftsunterkunft Sportsfield: Geflüchtete arbeiten dort in Reinigungs-, Garten- und Handwerksaufgaben, erhalten eine Aufwandsentschädigung von 2,50 Euro pro Stunde und sollen künftig auch Bürgergeld-Bezieher nach SGB II integrieren, zunächst bis zu 15 Teilnehmende. Weitere niedrigschwellige Angebote entstehen beim Hanau Infrastruktur Service in Bereichen wie Bauhof, Straßen- und Kanalbau, Grünflächenpflege, Abfallwirtschaft und Straßenreinigung, mit Fokus auf soziale Stabilisierung und schrittweiser Vorbereitung auf den ersten Arbeitsmarkt. Die Martin-Luther-Stiftung bietet außerdem Einstiegsmöglichkeiten in der Pflege und weitere Ausbildungswege in Berufen wie Kochen, Büromanagement, Friseurwesen oder IT. Die Partner wollen Menschen neue Perspektiven eröffnen und sie nachhaltig in die Stadtgesellschaft integrieren, unterstützt durch einen gemeinsamen Arbeitgeber-Service, der Unternehmen bei der Personalsuche, Qualifizierung und Fördermöglichkeiten berät und auch Zuschüsse bis zu 100 Prozent des Arbeitsentgelts ermöglichen kann.

Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/meldung.aspx?ID=1212615