Die Stadt Hanau trauert um Ibrahim Akkus, der am 10. Januar im Alter von 70 Jahren gestorben ist. Akkus war eines der Opfer des rassistischen Terroranschlags vom 19. Februar 2020 in Hanau und hatte den Angriff schwer verletzt überlebt. Oberbürgermeister Claus Kaminsky sagte, mit dem Tod von Ibrahim Akkus verliere die Stadt einen Menschen, „dessen Leben durch den rassistischen Terroranschlag in unserer Stadt auf grausame Weise zerstört wurde“ und betonte, dass die Tat auch Jahre später noch Leid verursache. Die Gedanken der Stadt seien bei seiner Familie, der man ihr tief empfundenes Mitgefühl ausspreche. Geboren am 4. Januar 1956 in Bismil-Diyarbakir in der Türkei, lebte Akkus seit mehr als 40 Jahren in Hanau. Im Februar 2020 schoss der Täter in der Arena-Bar in Kesselstadt auf ihn; monatelang musste er im Krankenhaus behandelt und operiert werden, war auf einen Rollstuhl angewiesen und konnte sein Krankenbett zuletzt nur selten verlassen. Seine Frau und seine Tochter pflegten ihn jahrelang liebevoll. Akkus litt weiterhin unter den körperlichen und seelischen Folgen des Anschlags; vor dem Angriff hatte er aufgrund einer Diabetes-Erkrankung ein Bein verloren und trug eine Prothese, war ansonsten aber mobil und selbstständig. Kaminsky ergänzte: „Wir dürfen das Schicksal von Ibrahim Akkus nicht vergessen. Es ist Mahnung und Auftrag zugleich.“ Hanau stehe an der Seite der Opfer und ihrer Angehörigen und werde Erinnerung, Verantwortung und den Einsatz gegen Rassismus und menschenfeindliche Ideologien fest in das eigene Handeln integrieren.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/meldung.aspx?ID=1207163